Nobody cared about Helen

Eine Produktion von Smadar Goshen

  • Premiere
    Do, 26.11.2026
    20.00 Uhr
  • Sa, 28.11.2026, 20.00 Uhr
    So, 29.11.2026, 16.00 Uhr
  • Theater Rampe

Nobody cared about Helen ist eine abendfüllende Tanzperformance über Gewalt als strukturierendes Prinzip, das Körper, Sprache und gesellschaftliche Ordnung formt. Ausgehend von der Ilias, Homers antikem griechischen Epos über den Trojanischen Krieg, sowie der Lektüre der französischen Philosophin Simone Weil, Die Ilias oder das Gedicht von der Gewalt, entwirft das Stück eine Landschaft, in der Gewalt in zwischenmenschlichen Beziehungen beinahe wie ein greifbares Material wirkt – fähig, das ganze Wesen eines Menschen zu verändern. Es folgt ihren Wirkungen weit über das Schlachtfeld hinaus bis hinein in den Alltag.

Entlang der Geschichten von Figuren aus der griechischen Tragödie versucht das Stück, die bequeme Distanz zwischen mythologischen Erzählungen und dem gegenwärtigen Leben aufzulösen und Resonanzen zwischen kanonischen Stoffen und den sozialen, politischen und intimen Strukturen der Gegenwart freizulegen.

Chelsea
Clementine
Cordelia
Dora
Nadja

Die Performerinnen von nobody cared about Helen füllen diese Landschaft mit eigenen und geliehenen Identitäten, heimgesucht von einer abwesenden Figur, in deren Namen – angeblich – ein Krieg geführt wird.

Indem Sprache und Bewegung zu einem porösen Narrativ aus Wahrheit und Erzählung verwoben werden, untersucht das Stück Machtverhältnisse nicht nur auf körperlicher Ebene, sondern auch zwischen Sprache und dem, was sich auf der Bühne ereignet. Es stellt Fragen nach Autorschaft, narrativer Rahmung und der Wahrnehmung von „Wahrheit“.

Konzept, Choreografie & Künstlerische Leitung: Smadar Goshen
Co-Choreografie & Dramaturgie: Maya Weinberg
Performance & Künstlerische Mitarbeit: Chelsea Reichart, Clémentine Herveux, Nadja Tabea Güsewell, Cordelia Eleonore, Dora Almeleh
Kostüm & Bühnenbild: Anna Mirkin
Originalmusik: Sabrina Schray
Musikalische Produktion: Sabrina Schray, Paul-Maximilian Schwarz
Technische Leitung & Lichtdesign: Nadja Weber
Grafikdesign: Sara Tartsch
Projektmanagement: Valentine Leuschel
Finanzmanagement: Christine Koschel
Presse & Kommunikation: Maya Mayzel
Produktions- & Choreografieassistenz / Praktikum: Antonia Ziebritzki


Nobody cared about Helen ist eine Produktion von Smadar Goshen in Kooperation mit Theater RAMPE. 

Gefördert vom Kulturamt der Landeshauptstadt Stuttgart, durch die Konzeptionsförderung des Landesverbands Freie Tanz- und Theaterschaffende Baden-Württemberg (LaFT BW) e.V. aus Mitteln des Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, durch die Freie Tanz- und Theaterszene Stuttgart gUG und die Péter Horváth Stiftung. 

Mit freundlicher Unterstützung des Produktionszentrums Tanz und Performance Stuttgart und der Auktionen Münzhandlung Sonntag. 

Besonderer Dank gilt Nachtsicht e.V. für die Unterstützung.

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