SHOWROOM #3

Werkstatt-Abend im Produktionszentrum

  • So, 12.02.2012
  • 18.30 Uhr
  • Produktionszentrum
    Tanz + Performance

Wir laden herzlich ein zum dritten Werkstatt-Abend im Produktionszentrum Tanz + Performance!

Die Werkstatt-Reihe im Produktionszentrum, kuratiert und moderiert von Christine Chu und Damaris Veenman, soll Künstler*innen die Möglichkeit geben, den aktuellen Stand ihrer Arbeiten zu zeigen, um kreative Inputs zu bekommen: Choreograf*innen, Tänzer*innen und Darsteller*innen präsentieren ihre aktuellen Arbeiten und gehen damit in Dialog; Der Abend wird zum Werkraum, in dem kritische Diskurse und Inspirierendes ineinander fließen.

Nach der Show und fürs Gespräch gibt es Suppe, Drinks und Musik! Wir freuen uns auf viele Gäste und anregende Momente.

Beiträge von Eva Baumann, Selatin Kara & Schüler*innen, Christine Chu, Marion Flor & Katharina Erlenmaier, Alexandra Mahnke, Petra Stransky, Juliette Villemin & students und Susa Ramsthaler.

Eintritt: Sliding scale von 2,- bis 6,- €.

PROGRAMM

School’s Out!
Ein Stück der Hip-Hop-Tanzgruppe 'Bang!' von Selatin Kara. Es ist Schule. Der Rektor genießt seine Position als Chef. Doch wo sind die Lehrer? Keiner weiß, wie es weitergehen soll! Doch darauf sind die Schüler bestens vorbereitet...School's Out!

Selatin Kara ist internationaler Tanzpädagoge und Choreograf. Er studierte in Los Angeles, USA. Selatin tanzte mit Michael Jackson, Madonna, Usher, Shakira, Ricky Martin, Carlos Santana. Er choreografierte für Madonna und Michael Jackson, Usher, für die erste DSDS Staffel, die Noverre-Gesellschaft und das Stuttgarter Ballett. Er ist Gastdozent an der John-Cranko-Schule, der Ecole Rudra Bejart Lausanne, der Rotterdam Dance Academy und dem deutschen Berufsverband für Tanzpädagogik.

Tanz: Rebecca Banzbach, Alina Heiter, Luca Heiter, Noah Jadallah, Lorenz Jadallah, Lucie Mattes, Morris Mattes, Mareike Naminga, Paul Kümmerle
Choreografie: Selatin Kara in Kooperation mit den Schüler*innen

being more
Kann ein Mensch einen anderen verändern und neue Eigenschaften in ihm aufdecken?

Kann eine dominante, laute Persönlichkeit, die nach außen hin beständig, stark und selbstbewusst wirkt, auch unsicher in ihrem Verhalten sein? Kann eine leisere, weniger dominante auch stark und dominant sein? Sind wir mehr als nur der erste Eindruck verrät? „being more“?...

Tanz: Marion Flor und Svenja Hoffeller, Studentinnen der Hochschule für Musik und Tanz Köln
Choreographie: Marion Flor
Dramaturgie, Regie und chor. Assistenz: Katharina Erlenmaier

Sieben bewegte Klangmikroskopien
In dieser Performance spielt der Musiker, Instrumentenbauer und Klangexperimentator Ulrich Hahnel auf dem Waterphone, bei dem Wasser in Schwingungen versetzt wird. Die Performerin Susa Ramsthaler improvisiert - einmal Gegensätze zu den einzigartigen Klängen bildend, einmal ihnen folgend - mit Bewegung und Stimme.

Performance, Voice: Susa Ramsthaler
Waterphone: Ulrich Hahnel

Material for the spine
Ein rekonstruiertes Steve-Paxton-Solo

In “Material for the spine” geht es um die körperliche Authentizität und Übertragbarkeit von Bewegungs-ansätzen von Choreograf zu Tänzer.1986 entstand Steve Paxtons legendäre Improvisationsperformance zu Bach's Goldberg Variationen. Etwa 10 Jahre später studierte Vincent Dunoyer (Tänzer bei Ultima Vez, Rosas) eine Fassung ein, die er in “Three solos for Vincent” neu interpretierte. 2009 übertrug er das Bewegungsmaterial von Steve Paxton sowie Repertoire von Anne Teresa de Keersmaeker, Wim Vandekeybus u.a. auf eine zweite Tänzergeneration für seine Produktion “Encore”. In dieser Produktion tanzte Eva Baumann das Solo von Steve Paxton welches sich von seiner Bewegungsschule "Material for the spine" ableiten lässt und trotz seiner Einfachheit durch die präzise Artikulation besticht.

Interpretation: Eva Baumann
Choreografie: Steve Paxton, 2009 von Vincent Dunoyer für seine Produktion “Encore” neu einstudiert

Im Foyer: Originalvideofragment von Steve Paxton zu Johann Sebastian Bachs Goldberg Variationen

-PAUSE-

Changes
Diese vier kurzen Stücke sind eine Auftragsarbeit für das Esslinger Musik-Festival 'tonArt', das sich 2012 dem amerikanischen Komponisten John Cage widmet. Cage wäre dieses Jahr 100 Jahre alt geworden und gilt als einer der wichtigsten Komponisten des 20. Jahrhunderts. Besonders seine enge Zusammenarbeit mit dem Choreografen Merce Cunningham war für die beiden Bereiche Musik und Tanz revolutionär. Auch heute noch fasziniert Cage durch seine Aktualität und seinen Einfallsreichtum. Aus dem umfassenden Werk 'Sonatas and Interludes', das auf einem präparierten Flügel gespielt wird – auch dies eine von Cages legendären Erfindungen – haben wir einige Stücke herausgesucht, um unsere eigenen tänzerischen Erfindungen dazu zu komponieren, dabei haben wir beim Bewegungsmaterial Cages Idee von der Einbeziehung des Zufalls berücksichtigt.

Tanz: Alexandra Mahnke und Christine Chu
Choreografie: Christine Chu

Summa Summarum
Der Balletttänzer und Capoeirista Arsenij Lifschiz sucht die Herausforderung, bis zur Perfektion, gelernte Formen und Bewegungsqualitäten zu brechen, zu zerbrechen, zu durchbrechen.

Es gilt, die eigene Prägung zu nutzen, zu hinterfragen und in der Kommunikation sowie in der Auseinandersetzung mit der Choreografin Petra Stransky eine individuelle, ausdrucksstarke Bewegungssprache zu schaffen. "Selbstverständliches und Gewohntes wird nach und nach relativiert und zersetzt bis zu einem Nullpunkt, an dem ich anfange, zu für mich neuen, authentischen Bewegungen vorzudringen....“

Eingeladen zum 16. Internationalen Solo-Tanz-Theater Festival Stuttgart, wird das Stück dort am 17. März 2012 uraufgeführt. Im Rahmen des „SHOWROOM“ zeigen Petra Stransky und Arsenij Lifschiz ihr „work in progress“ - Solo.

Tanz: Arsenij Lifschiz
Choreografie: Petra Stransky

PLAYING, FALLING
Die 11 Studierenden des Tanzausbildungsinstituts „Minkov“ in Winnenden kreieren ihr erstes gemeinsames Stück aus alltäglichen Gedanken und aktuellen Themen des eigenen Lebens. Sie spüren den Stress, die Veränderungen und wie der Mensch jeden Tag funktionieren muss. Durch routiniertes Tun bauen sie Vertrauen in das Unbekannte auf und suchen somit nach dem inneren Gleichgewicht. Die „harte Arbeit“ gewinnt manchmal die Oberhand und die Müdigkeit und das Gefühl an die Grenzen der eigenen Kräfte zu gelangen, verschleiern dabei manchmal die Freude am Lernen und am Tanzen. Was wir sehen ist das „playing and falling“ des Alltags dieser Tanzstudentinnen.

Tanz: Alex, Anjuli, Janina, Kathrin, Kathi, Nadija, Pasha, Sabrina, Silvia, Sofia, Tabea
Konzept und Choreografie: Juliette Villemin in Kooperation mit den Studierenden des Tanzausbildungsinstituts „Minkov“

Im Foyer: Videopräsentation der Performance "Ladies Occupying Spaces" von Ninel Cam




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