Die zweite Ausgabe unserer Reihe SHOWROOM – Die Werkstattreihe im Produktionszentrum findet im Rahmen der stuttgartnacht 2011 statt. Choreograf*innen, Tänzer*innen und Darsteller*innen präsentieren im ganzen Haus ihre aktuellen Arbeiten und gehen damit in Dialog.
Bei der stuttgartnacht gewähren einmal jährlich viele Kulturveranstalter – vor allem aus den Bereichen Theater, Musik, Tanz, Film und Literatur – spannende Einblicke in ihre Arbeit.
PROGRAMM
SHOWROOM // 19.30 Uhr + 21.30 Uhr
Fit for something
Die Performance "fit for something" greift die Bodyforming-Welle auf und an. Während des Ausführens scheinbar banaler Übungen blitzen Gedankensplitter zum Sinn und Unsinn von Fitness und Wellness auf. Überraschend ergeben sich dabei Zusammenhänge zu ganz anderen Themen des Lebens.
Konzept und Performance: Susa Ramsthaler
(Ver)lassen
Denny Hartmann hat sich mit dieser Choreografie dem Thema "(Ver)lassen" zugewendet. Was bedeutet es heute für uns, für mich, für sich etwas bzw. jemanden zu (ver)lassen? Wie schnell (ver) lassen wir etwas äußerlich und wie lange halten wir doch innerlich fest. Wie hinterlasse ich etwas wenn ich es (ver)lasse? Aus welchem Grund verlassen wir oder passiert dieser Schritt auch intuitiv, ohne das wir wissen weshalb? Bleib ich dort wo ich bin oder werde ich zurückgehen? Wie stehe ich dazu wenn ich zurückgehe? Und: Wo werde ich einsamer sein?
Choreografie: Denny Hartmann
Tanz: Mona Hempel
Likewise
Choreografie: Armando Braswell
Tanz: Carmen Voigt und Luciana Mugei // Luca Tanzprojekte
Fleisch (nur 19.30 Uhr)
"Fleisch" beschäftigt sich kritisch mit der Lebensmittelindustrie, insbesondere der Produktion von Billig-Fleisch, die Tier unwürdige Haltungs-, Transport- und Tötungsbedingungen in Kauf nimmt. Das Stück kritisiert Ausbeutung und sozial unverantwortlichen Umgang mit Mensch und Tier.
Choreografie: Monika Kebieche-Loreth
Tanz: Student*innen der Professional Dance Academy und dem Ensemble der New York City Dance School.
Bilder: Kunstfotograf M. Salvermoser-Sinclair
In Her Skin // Work in Progress aus "Superschwester Barbie"
Wie fühlt es sich von innen an? Wenn ich von Kopf bis Fuß in ihr steckte. Ihre Kopfhaut, ihr Gesicht, die Fältchen um ihre Augen spürte… Den Abdruck, den ihre Füße in Schuhen hinterlassen. Ihr Lieblingskleid, das mir um Busen, Taille und Hüften spannt, sodass ich aussehe wie eine Wurst. Wie sie sich in ihrer Haut wohl fühlt?
Tanz-Bild-Performance: Antje Jetzky und Ulrich Wedlich // jetzky | wedlich
INTIM // PERFORMANCES IM GANZEN HAUS
fragile
20.30 Uhr im Saal
"fragile" ist ein Tanzsolo in einer Installation über Fragilität und Grenzen. Fragilität ist Teil der menschlichen Identität und in meiner Identität als Tänzerin fragte ich mich, was mich verletzlich macht oder brüchig erscheinen lässt. Grenzen – wahrhaftige aber auch mentale – sind Teil unseres Zusammenlebens. Die Installation dient als Metapher, sie steht für die sicht- und unsichtbaren Grenzen. Gleich einem Spinnennetz, in dem die Tänzerin sowohl Spinne als auch Beute ist.
Choreografie und Tanz: Eva Baumann
Gefördert von der Kunststiftung Baden-Württemberg (Stipendiatin 2008), den "summer-studios" von Rosas/PARTS in Brüssel, Dansateliers Rotterdam sowie dem Korzo Theater/Produktionsstätte für Tanz und Theater Den Haag.
nÄhern nÄhren
20.30 – 21.30 Uhr // 22.15 – 23.00 Uhr im Gang
Ein Raum. Ein Flug. Schmal. Lang. Backstein. Grünes Holz. Braunes Holz. Milchiges Fenster. Korridor. Zwei Türen. Mein Raum für Begegnungen. Intime Begegnungen.
Idee und Performance: Ninel Cam
Shower-liches
20.30 – 21.30 Uhr // 22.15 – 23.00 Uhr im Duschraum
"Shower-liches" ist eine kurze, ortsspezifische Performance für enge Räume, in diesem Fall für den zukünftigen Produktionszentrum-Duschraum. Das von vielen Menschen praktizierte Singen unter der Dusche wird darin aufgegriffen. Ein abgespielter Text setzt sich mit gängigen Schönheitsidealen auseinander, mit denen der Mensch bei der Körperpflege immer wieder konfrontiert wird. Durch die angestrebte Makellosigkeit des Körpers entfernt sich der Mensch vom Animalischen. Was passiert, wenn in der Bewegung das Tier in uns dennoch hervorbricht?
Idee und Performance: Susa Ramsthaler
INSTALLATION UND VIDEO
Videopräsentation des Tanzfestivals "Delfshaven Dans"
von Damaris Veenman im Foyer
Außen-Installation von Uli Wedlich
futurePRESENTation von Max Schumacher in der Lounge
Im Rahmen der stuttgartnacht 2011.
Ein herzliches Dankeschön an Damaris Veenman, Uli Wedlich, Antje Jetzky, Dieter Soldan, Christine Chu, Volker Eisele, Stephan Hiller, Nina Kurzeja, Alexandra Brenk, Kira Senkpiel, Anna Köller, Denny Hartmann, Mona Hempel, Ninel Cam, Susa Ramsthaler, Monika Kebieche-Loreth und ihre Company, Eva Baumann, Max Schumacher, Lara Hiller, Zora Zeller, Lea and Friends und alle anderen, die uns unterstützt haben.
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Eva Baumann
Susa Ramsthaler
Nina Kurzeja
Luciana Mugei